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PKW – Kaufvertrag
Wenige Schritte zum eigenen Auto
Fahrbericht über General Motors
Die Situation, so wie sie sich rund um die drohende Insolvenz von General Motors (GM) in den letzten Tagen zuspitzte, erinnerte an eine Testfahrt mit einem lädierten Auto: Der Verkäufer versuchte den Wagen im besten Lichte zu präsentieren, zeigte die Vorteile des Modells auf, pries die Qualitäten, beschönigte die vorhandenen Mängel, stets begleitet von der Hoffnung, dass die ausgestellten Fahrberichte positiv ausfallen, die Testfahrt trotz erheblichen Zweifeln an der Qualität doch ein positives Ende nimmt und der Wagen letzten Endes den Besitzer wechselt.
Kurzer Abriss der Geschichte
Nur ist das lädierte Auto in der aktuellen Situation kein Fahrzeug, das man etwas aufgepäppelt und frisch poliert an einen solventen Käufer übergeben möchte, sondern ein gewaltiges Autoimperium, ein global operierender Megakonzern, der größte Automobilhersteller der Vereinigten Staaten, welcher in den vergangen Tagen um Begnadigung bettelte. Sein Schicksal einzig in die Hand mehrerer zehntausend Gläubiger gelegt, hoffte GM darauf, den drohenden Kollaps noch vermeiden zu können.
Ein gewaltiger Schuldenberg von 27 Milliarden Dollar hatte sich der einst so stolze Riesenkonzern angehäuft, in zähen Verhandlungen wollte sich die US-Regierung, die bereits gewaltige Summen in den maroden Automobilhersteller butterte, mit den Gläubigern auf einen Kompromiss einigen, die Geldgeber davon überzeugen, auf einen milliardenschweren Teil ihrer Schulden zu verzichten. Im Gegenzug bot die Obama-Regierung den Anlegern einen Anteil von zehn Prozent am umstrukturierten „Global Player“.
Derzeitige Lage ist mehr als kritisch
Wie „Spiegel Online“ schreibt, deutet nun alles auf ein baldiges Ende von General Motors hin: Der schwärzeste Moment in der 101-jährigen Geschichte steht kurz bevor, die Insolvenz scheint nicht mehr abzuwenden. Damit zerbricht ein weiterer US-Gigant, der wie kein anderer zur Verwirklichung des „American Dreams“ beitrug, der in den goldenen Jahren des blühenden Wohlstands Tausende Amerikaner mit tollen Autos beglückte, der in seinem Stall Prestigemarken wie Pontiac, Chevrolet, Cadillac und Hummer beheimatete.
Wie Deutschlands größtes Nachrichtenmagazin auf seinem Onlineportal berichtet, haben die Gläubiger den unterbreiteten Kompromissvorschlag abgelehnt. Der Vorschlag wurde bereits im Vorfeld kritisiert, offenbar verlieh auch gestern eine Gruppe von Gläubigern ihrem Frust Ausdruck und verließ die Versammlung vorzeitig. 90 Prozent aller Gläubiger hätten für den Kompromiss stimmen müssen, um das nun zu fast hundert Prozent besiegelte Schicksal des maroden Fahrzeugherstellers noch abwenden zu können.
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