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PKW – Kaufvertrag
Wenige Schritte zum eigenen Auto
Teure Markenersatzteile – die keine sind
Der Präsident des Gesamtverbands Autoteile-Handel GVA und des Europäischen Dachverbands Figiefa, Hartmut P. Röhl, berichtet über den Ersatzteilmarkt für PKWs.
In einem Referat vor Fachpublikum aus dem mittelhessischen Raum äusserte sich der 75jährige zu der außergewöhnlichen Situation auf dem Markt für Kfz-Ersatzteile.
Die Strukturen des Ersatzteilemarktes
Damit es nicht zu einer Monopolisierung des Ersatzteilmarktes und zu einer “Gefangenschaft des automobilen Verbrauchers” durch die Autohersteller kommt, gibt es – basierend auf europäischen Richtlinien und Verordnungen – eine Reihe von Gesetzen, die Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb zum Nutzen des Verbrauchers setzen, erläuterte Röhl. Der Wettbewerb sei zudem gekennzeichnet von der unterschiedlichen Marktmacht der Beteiligten: Hier die übermächtigen, finanzstarken Autohersteller, dort die mittelständischen und meist familiengeführten freien Großhandelsunternehmen und auch eine meist mittelständische Teileindustrie, die unter dem Druck der wenigen mächtigen Abnehmer – Stichworte sind Preis- und Konditionsdruck, Anspruch auf Alleinbelieferung und anderes – dennoch den notwendigen Ertrag in einer fairen Belieferung des freien Marktes suchen müssen.
Aufschlag auf Original-Teile
Nur etwa 20 Prozent der Teile eines Autos werden laut Röhl von den Fahrzeugherstellern selbst gefertigt, rund 80 Prozent hingegen von den spezialisierten Unternehmen der Teileindustrie. Diese belieferten sowohl die Fahrzeughersteller für die Erstausrüstung und den Ersatzbedarf als auch den freien Teilegroßhandel – einmal unter der Handelsmarke des jeweiligen Fahrzeugherstellers als AUDI-, Mercedes-, BMW- oder VW- “Original”-Teil, zum anderen unter der Originalmarke des Teileherstellers selbst an den freien Teilehandel. Und obwohl lediglich 20% der Teile vom Original-Händler kommen, werden auch die restlichen 80% unter den gleichen preislichen Bedingungen verkauft. DEr Kunde zahlt also drauf.
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