PKW – Kaufvertrag

Wenige Schritte zum eigenen Auto

Weniger Neuzulassungen in Deutschland


Im letzten Jahr taten es noch viele Deutsche ohne groß zu überlegen: Sie kauften sich einen Neuwagen. Im letzten Jahr gab es auch noch die Abwrackprämie von 2500 Euro, wenn man seinen Alten in die Schrottpresse gab, konnte man die Prämie für den Neuwagenkauf nutzen und hatte so weniger Kosten.

Seit letztem September gibt es die Abwrackprämie allerdings nicht mehr und die Deutschen müssen sich den Neuwagen wieder vollkommen selbst finanzieren. Auch in anderen europäischen Ländern gab es die staatlichen Anreize, die dafür sorgen sollten, dass der Konsum nicht vollkommen einbricht und ein großes Loch in die Wirtschaft reißt. Dieses Ziel haben die Regierungen mit ihren Prämien auch erreicht, allerdings gehen jetzt, wo die Prämie schon seit längerem nicht mehr gezahlt wird, die Autokäufe und Neuwagenzulassungen stark zurück.

Im Februar waren die Neuzulassungen in ganz Europa auf dem tiefsten Stand seit mehreren Monaten. Besonders bitter ist, dass zahlreiche Volkswirte und Branchenexperten die Abwrackprämie bereits vor einem Jahr stark kritisierten und die Regierung warnten, dass die Konjunktur durch die Anreize nur kurzfristig angekurbelt würde. In Deutschland, dem traditionell größtem Absatzmarkt und der wichtigsten Volkswirtschaft Europas wurden im Februar sogar weniger Autos verkauft als in Italien verkauft. Dort werden die Neuwagenkäufe noch bis zum Ende des Monats staatlich subventioniert, wenn die Mittel allerdings ausgeschöpft sind, wird es den Italienern nicht anders ergehen als den Deutschen. Der Kauf eines Neuwagens wird dort sogar mit bis zu 5.000 Euro subventioniert, also mit doppelt so viel wie bis letzten September noch in Deutschland.

Auch der europäische Automarkt schwächelt

Der sinkende Absatz in Deutschland wirkt sich auf die großen Autokonzerne aus, so musste der europäische Spitzenreiter VW mit leichten Einbußen zurecht kommen und besitzt jetzt nur noch einen Marktanteil von 20,6 Prozent, statt 21,7 Prozent. Der französische Konzern PSA, zu dem die Marken Citroen und Peugeot gehören und der auf dem europäischen Markt an zweiter Stelle steht, konnte seinen Abstand verringern und hat nun einen Marktanteil von 15 Prozent, im Vorjahresmonat waren es noch 13%.

Für den deutschen Autohersteller und Tochter des General Motors-Konzern Opel sieht es zurzeit weit weniger rosig aus und im Vergleich zum Vorjahr wurden viel weniger Autos verkauft. Bei dem japanischen Autokonzern und internationalen Spitzenreiter Toyota sieht es ganz ähnlich aus, der Konzern hat derzeit nicht nur mit einem enormen Imageschaden, wegen der rutschenden Fußmatten und defekten Bremsen zu kämpfen, sondern verliert auch 1,3 Prozentpunkte Marktanteil im Vergleich zum Februar 2009.
Viele der Autokonzerne können also nur hoffen, dass die Spätfolgen der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht für weitere Einbußen sorgen und es bald wieder bergauf geht.

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