This entry was posted on Dienstag, März 30th, 2010 um 07:53 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.


PKW – Kaufvertrag
Wenige Schritte zum eigenen Auto
Volvo von chinesischem Konzern aufgekauft
Für viele Fans der schwedischen Kultmarke hört es sich fast unglaublich an, neuer Besitzer des schwedischen Autoherstellers ist ausgerechnet ein chinesischer Konzern von dem man in Europa noch nicht viel weiß.
Für 1,8 Milliarden Dollar kaufte der chinesischen Geely Konzern die Rechte an Volvo von Ford. Die Chinesen haben große Pläne – laut dem Präsidenten von Geely, Li Shufu strebt man eine Produktionsverdoppelung auf 600 000 Autos bis 2015 an. Im Gegensatz zu anderen asiatischen Autoherstellern die schon längst zum Stadtbild deutscher Städte gehören – seien es Toyota, Mazda oder Nissan Chemnitz, Daihatsu, Mitsubishi oder Suzuki in Hamburg, kannte Geely hierzulande bis jetzt so gut wie niemand.
Doch mit dem Kauf des schwedischen Konzerns wird sich das wohl schlagartig verändern. Geely wurde 1986 gegründet und produzierte bis 1992 Kühlschrankteile, danach begann das Unternehmen Motorräder herzustellen, 1998 stieg man in die Automobilproduktion ein und produzierte bis 2003 rund 100 000 Fahrzeuge. Die technischen Voraussetzungen zur Planung und zum Bau der Fahrzeuge kamen dabei vom japanischen Autohersteller Daihatsu. Bis jetzt produziert Geely hauptsächlich für den chinesischen Markt, nur rund 40.000 Fahrzeuge wurden bis jetzt exportiert – nach Afrika, Süd- und Mittelamerika, arabische Staaten und Südostasien. Geely hofft, durch den Kauf von Volvo seine Produktpalette zu erweitern und durch den Kauf an modernste Technik zu gelangen.
Doch Volvo könnte nicht der letzte westliche Konzern sein den Geely übernimmt, geplant ist auch ein eventueller Kauf von Manganese Bronze – dem britischen Hersteller der berühmten Londoner Taxis. Geely hat seit Jahren einen 20 prozentigen Anteil an Manganese Bronze, da Manganes durch die Wirtschaftskrise rote Zahlen schreibt hat Geely den Briten angeboten die Beteiligung auf 51 Prozent zu erhöhen, noch ist unklar ob der britische Automobilhersteller dieses Angebot annehmen wird. Geely baut bereits in Shanghai gemeinsam mit Manganese Bronze Taxis nach britischem Vorbild, daher könnte es gut möglich sein das Geely nach Volvo noch einen zweiten europäischen Hersteller aufkauft. Was schon feststeht, ist das der Kaufpreis von 1,8 Milliarden Euro ein richtiges Schnäppchen für Geely war, Ford hatte ursprünglich 6,5 Milliarden für den schwedischen Konzern bezahlt, da Ford aber ebenfalls sehr unter der Wirtschaftskrise leidet, kommt dem US-Konzern die finanzielle Spritze im Moment sehr gelegen.
Auch auf andere Art hat sich das Geschäft für Geely gelohnt – nach Bekanntwerden des Vertragsabschlusses schoßen die Aktien des chinesischen Konzerns um fünf Prozentpunkte nach oben.
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