PKW – Kaufvertrag

Wenige Schritte zum eigenen Auto

BMW ist nur vorsichtig optimistisch


Trotz der deutlich besseren Zahlen bleibt BMW nur vorsichtig optimistisch was das Jahr 2010 angeht. Konzernchef Norbert Reithofer sagte am Dienstag auf der Hauptversammlung des Autoherstellers, dass sich die Wirtschaft zwar beginne zu erholen, dass sie aber trotzdem weit von einem dauerhaften Aufschwung entfernt seien.

 

Im ersten Quartal mehr Gewinn als im gesamten vergangenen Jahr

 

Reithofer warnt vor den Aktionären des Unternehmens, dass es in Europa bereits wieder brenne, dass die Schulden den Staat drohen zu erdrücken und davor, dass der Euro mit einem riesigen Hilfspaket gerettet werden müsse. Gleichzeitig bekräftigt er aber auch die doch eher zurückhaltenden Jahreszahlen des Konzerns. Im Jahr 2010 will BMW über 1,3 Millionen Autos verkaufen und ebenfalls mehr Umsatz machen als im schwachen Jahr 2009. Weiter erklärt er, dass der Konzern diese Ziele konsequent ansteuern werde. Bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres haben die Münchener mehr Geld verdient als im gesamten Jahr zuvor. Der Gewinn zwischen Januar und März 2010 betrug 324 Millionen Euro. Während es im kompletten, von der Krise gebeutelten Jahr 2009, nur 210 Millionen Euro waren. Trotzdem verweist er darauf, dass es auf der ganzen Welt noch etliche Risiken gebe.

 

Auch der Absatz ist gestiegen

 

Auch beim Absatz konnte das Unternehmen in den ersten drei Monaten im Vergleich zum schwachen Zeitraum des Vorjahres deutlich zulegen. Allerdings ist der Münchener Autobauer noch weit entfernt vom Erfolgsjahr 2007, in dem rund 1,5 Millionen Fahrzeuge verkauft wurden und ein Gewinn von 3,1 Milliarden Euro eingefahren werden konnte. Trotz der Schwierigkeiten sei BMW dennoch gut durch die doch sehr schwere Zeit gekommen. Reithofer führt diesen Umstand darauf zurück, dass sie sich auf ihre Stärken besonnen haben, auf ihr Durchhaltevermögen und zu keinem Zeitpunkt den Staat um Hilfe gebeten hätten. Zwar habe der Konzern durchaus von der Kurzarbeit profitiert, jedoch genauso die Abwrackprämie aushalten müssen, die ihnen große Chancen verbaut habe. Er fordert vom Staat ein stärkeres Engagement im Bereich der Förderung von Elektroautos, da er der Meinung ist, dass wenn sie eine Abwrackprämie finanzieren könnten, dann könnten sie dieses genauso in eine grüne Zukunft. Die Brachen warten nach seiner Ansicht noch immer auf den richtigen Anreiz.

 

BMW setzt auf Elektroautos

 

Bislang hat BMW eine Elektro-Testflotte der Tochter aus Großbritannien, Mini, im Einsatz. Erprobungsfahrzeuge mit Elektroantrieb von der Marke BMW sollen im Jahr 2011 folgen und als erstes BMW-Serienfahrzeug mit einem Elektroantrieb soll 2013 dann das so genannte „Megacity Vehicle“ auf den Markt kommen. Nichts sagen wollte Reithofer allerdings zur geplanten Stückzahl und ebenfalls nichts zum geplanten Kaufpreis. Doch natürlich ist hier genauso wie bei allen anderen Fahrzeugen ein Leasing möglich, so viel steht fest. In den kommenden Jahren will der Konzern neben den Elektrofahrzeugen auch verstärkt auf Kleinwagen setzen. BMW halte bei allen Neuerungen aber trotzdem an der Premiumstrategie fest.

Damit die eigens gesteckten Ziele in den kommenden Jahren erreicht werden können, setzt das Unternehmen auch weiterhin auf ein striktes Kostensenkungsprogramm. Ebenfalls werde es weitere Gespräche über eine mögliche Kooperation mit dem Konkurrenten Daimler geben. Details zu diesen Gesprächen wollte der Konzernchef nicht nennen. Außerdem betonte er auch, dass der Markenwert von BMW bei allen möglichen Projekten nicht verwässert werden dürfe.

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