This entry was posted on Dienstag, August 3rd, 2010 um 15:55 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.


PKW – Kaufvertrag
Wenige Schritte zum eigenen Auto
Traumauto importieren
Für viele ein Traum – ein original amerikanisches Auto aus den 60er Jahren. Doch ganz einfach ist die Überführung von den gut 6000 Kilometer entfernten USA nicht. Da kommen einige Kosten für Vesicherung, Transport und Steuern zu den eigentlichen Fahrzeugkosten hinzu, die gut kalkulliert sein sollten. Wie in Deutschland ist auch in den USA in der Zwischenzeit der Autohandel über das Internet ein gängiges Mittel zur Auswahl eines Autos geworden. Hier gibt es sowohl Neu- als auch Gebrauchtwagenhändler, die ihre Modelle anbieten. Die Preise sind grundsätzlich Nettopreise, je nach Bundesland kommt dann die Kaufsteuer, die sogenannte “sales tax” obendrauf. Abhängig vom Bundesland beträgt diese zwischen 0 und 9 Prozent. Allerdings muss diese nicht aufgebracht werden, wenn das Auto unmittelbar nach dem Kauf exportiert wird und nicht in den USA selbst zur privaten Fahrt genutzt wird. Diese Regelung ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und sollte im Einzelfall zuvor überprüft werden.
Individuelle Bezahlung
Bei der Bezahlung stehen dem Käufer mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Doch es gilt: Wer Bargeld parat hat, dessen Chancen auf Sonderkonditionen sind schlichtweg höher. Nicht zuletzt aufgrund der Wirtschaftskrise wissen Händler mehr denn je den Wert von Bargeld zu schätzen und lassen sich gerne auf Verhandlungen beim Preis oder bei Extras ein. Aus deutscher Sicht ist bei Auslandsaufenthalten das Mitführen hoher Geldbeträge ein besonderes Risiko, das nicht ohne weiteres eingegangen werden sollte. Reiseschecks oder Kreditkarten bieten hier natürlich ein wesentlich höheres Maß an Sicherheit. Eine gute Alternative in einem solchen Fall sind Überweisungen von Deutschland aus auf ein zuvor angemeldetes amerikanisches Konto. Die dadurch entsandenen Kosten sind verhältnismäßig gering und bieten Schutz vor dem Verlust von Bargeld.
Wichtige Papiere
Wie auch in Deutschland, gibt es das amerikanische Pendant zum Fahrzeugbrief. Diese heißen in den USA “Original US Title” bei gebrauchten Autos und “Original Certificate of Origin” und ist von höchster Bedeutung auch für die spätere Zulassung in Deutschland. Dieses Dokument muss der amerikanischen Zollbehörde drei Tage vor der Verladung einschließlich zwei notariell beurkundeter Kopien vorliegen. Idealerweise sollte sich der neue Besitzer gleich eine dritte Kopie der Papiere anfertigen lassen, da diese in der Regel auch in Deutschland benötigt wird.
Letzter Schritt Tranport
Der Transport sollte bereits im Voraus geplant werden, zwar fahren täglich Schiffe von den Häfen New York und Baltimore aus, doch je nach Kaufort können auch andere Häfen in Frage kommen. Von der Ostküste aus dauert die Überfahrt etwa zwei Wochen. Sie sollte in jedem Fall direkt und unter Abschluss einer “All Risks”-Versicherung erfolgen, damit das Auto gegen alle Fälle von Schäden oder gar Verlust versichert sind. Die Abholung in Bremerhaven oder Hamburg kann der Käufer dann selbst oder per Spediteur abwickeln, allerdings müssen am deutschen Zollamt entsprechende Steuern bezahlt werden, die in der Regel ein Drittel des Fahrzeugpreises ausmachen, bei Oldtimern oftmals weniger.
Anmeldung in Deutschland
Hat das Auto noch amerikanische Nummernschilder, kann der neue Besitzer damit bis zur TÜV-Zulassungsstelle fahren. Dort werden notwendige Prüfungen durchgeführt, das Auto gemäß dem Schadstoffausstoß in eine Steuerklasse eingestuft und dann für den deutschen Verkehr zugelassen. Wie bei jeder anderen TÜV-Prüfung entsteht hierfür eine Kostenpauschale.
Wer diese Schritte hinter sich und sein neues Auto gebracht hat, kann von nun an mit einer selten zu sehenden amerikanischen Kutsche auf Deutschlands Straße vorfahren.
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